Blick über die Dächer

LÜNEBURGER KOMMENTARE ZUR FLÜCHTLINGSTHEMATIK

„Ich hatte in der Schule einen Freund, der in Kriegsgefangenschaft war. Immer wenn er ein Flugzeug hörte, wollte er in den Keller rennen. Er hatte immer solche Angst und war total traumatisiert.
Wenn ich mir vorstelle, ich wäre ein Flüchtling, würde ich auch aufgenommen werden wollen.“
Tobias (17, Schüler)

„Wir haben zu viele Flüchtlinge in Deutschland und keiner weiß, wohin mit denen. Ich komme aus Hamburg und sehe dort die ganzen Zelte am Altonaer Volkspark. Die Situation so ist nicht gut. Europa ist halt voll!“
Peter (48, aus Hamburg)

„Ich habe kein Verständnis für die Flüchtlinge hier. Es gibt genug Deutsche, die Hilfe brauchen. Die Leute hier werden übergangen! Aber für die, die her kommen, wird direkt gesprungen.“
„Ich habe auch noch keinen Kontakt mit Flüchtlingen gehabt.“
Svenja (21, Verkäuferin) und Janine (23, Floristin)

„Deutlich wird, dass kein Mitgefühl vorhanden ist. Viele Meinungen sind in einer Abwehrhaltung, weshalb dringend Aufklärung notwendig ist. Insbesondere sollte diese an die untere Mittelschicht gerichtet sein, weil hier die größte Angst vor sozialem Abstieg besteht.“
Ansgar (46, Verwaltungsjurist)

Wir emp nden es als wichtig, dass Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten, vor allem aus Syrien, unterstützt werden. Bei den Armuts üchtlingen sollte man jedoch vielmehr vor Ort ansetzen und ihnen dort helfen.“
Rentner Ehepaar (65-70)

„Ich war 15 Jahre mit einem Pakistani verheiratet. Inzwischen hat sich einiges getan mit den Vorurteilen gegenüber Ausländern in Deutschland. Trotzdem kriegt man diese bei manchen Leuten nicht mehr aus dem Kopf. Aber mir gefällt die Multi-Kulti-Gesellschaft.“
Annelise (56, aus Bremen)

„Auch in der linken Szene krieg ich schon mit, wie vor allem Jugendliche hetzen, weil es immer mehr werden. Ich find das einfach nervig! Ich sag mal so: Leben und leben lassen! Egal wer und woher er kommt. Wenn sich alle korrekt verhalten, ist das voll in Ordnung. Ich frag mich, warum nicht alle in Frieden zusammen leben können?“
Adrian (25, Friseur in Ausbildung)

„Als Lehrerin hatte ich auch Flüchtlinge in meiner Klasse. Diese konnten kaum Deutsch sprechen und waren schlecht in die Klassengemeinschaft integriert. Ich habe mitbekommen, dass die Kinder mit ihren Familien zusammengepfercht in kleinen Räumen leben mussten. Die Flüchtlingsthematik muss transparenter werden, weil viele unwissend sind und denken, dass die Asylbewerber den Staat ausbeuten und den Deutschen die Arbeit wegnehmen.“
Andrea (31, Lehrerin)

„EINIGE VON IHNEN SIND ZU GUTEN FREUNDEN GEWORDEN“
ANKUNFT IM BEHÖRDENDSCHUNGEL

Categories: 1. Ausgabe 2016, MAGAZINE

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