Europa macht dicht

VOR DEN AUGEN DER WELT ÖFFENTLICHKEIT WERDEN GRENZZÄUNE GEBAUT UND FLÜCHTLINGSBOOTE VERSENKT.

Seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien sind rund 11,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Ein historischer Rückblick erinnert uns daran, dass Deutschland vor nicht allzu langer Zeit ebenfalls von Gewalt, Hass und Krieg geprägt war. Die Geschichte sollte uns gelehrt haben, die Würde des Menschen zu respektieren und uns vor allem im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen als Orientierung dienen. Doch anstatt Asylsuchenden eine legale Einreise zu ermöglichen, schottet sich Europa immer weiter ab: Ungarn hat seine Grenze mit einem Stacheldrahtzaun geschlossen, Bulgarien ist ebenfalls im Begriff die Grenze abzuriegeln, auch in Österreich wird der erste Zaun gebaut. Doch Not kennt keine Grenzen. Die Menschen werden weiterhin die gefährliche Flucht auf sich nehmen, um Europa zu erreichen. Unter den Flüchtlingsströmen verlieren sich die Gesichter der Einzelnen. Erst das Bild des ertrunkenen Flüchtlingskindes, angespült an der türkischen Küste, sorgte für weltweite Betroffenheit und einen Aufschrei in sozialen Netzwerken. In Vergessenheit gerät schnell, dass es sich bei jedem einzelnen Toten um ein individuelles Schicksal handelt.

Foto vom Grenzzaun in Ungarn von Délmagyarország/Schmidt Andrea)

Grenzzaun in Ungarn.
(Foto: Délmagyarország/Schmidt Andrea)

Mustafa erzählt uns in dieser Rubrik von seiner Flucht nach Deutschland.

Die Dublin III Verordnung
Kriegsparteien in Syrien

Categories: Politik & Wirtschaft

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