AfD-Infostand in Lüneburg

Am Samstag, den 26. März 2016 führten fünf Mitglieder der „Alternative für Deutschland“ (AfD) einen Infostand in der Lüneburger Fußgänger*innenzone durch.

 

Beflügelt durch die letzten Wahlerfolge der AfD versuchen auch die örtlichen AfD´ler in die Öffentlichkeit zu treten und für ihre rassistischen Positionen zu werben. Schon am vorhergehen Wochenende traten diese Leute in Adendorf auf und verteilten dort Flugblätter.

Zum einen geht es ihnen um Öffentlichkeitsarbeit vor der im September anstehenden Kommunalwahl und so von der aktuellen medialen Beachtung zu profitieren. Da sie in nächster Zeit ihren Veranstaltungsort verlieren, da die Gaststätte „Adlerhorst“ schließen wird, muss die örtliche AfD sich außerdem einen anderen Ort für ihre Aktivitäten suchen. Im Moment scheint dieser Ausweichort die Fußgänger*innenzone von Lüneburg oder die Geschäftsstraßen in den Gemeinden zu werden.

Das Interesse am Material der AfD war in den knapp drei Stunden gering. Nur rund 20 Personen traten an den Infostand der AfD, von denen dann die Hälfte dieser Menschen das Infomaterial direkt in den Mülleimern entsorgten. Kurz vor 13 Uhr packten die AfD´ler ihren Stand wieder zusammen und verließen die Fußgänger*innenzone. Interesse an der AfD zeigte hingegen der Lüneburger Neonazi Tobias König, der im November 2014 am rassistischen Aufmarsch von Hogesa in Hannover teilnahm. Er nahm Material der AfD und unterhielt sich für einige Zeit mit den AfD-Mitgliedern. Unter den fünf Personen befanden sich der stellvertretende Kreisvorsitzende der regionalen AfD, Stephan Bothe aus Amelinghausen sowie Frank Rinck und Martin Dingeldey.AFD2

Zum Schutz der AfD war ein größeres Aufgebot der Polizei anwesend. 80 Beamte der Bereitschaftspolizei aus Lüneburg und Hannover hielten sich in der Innenstadt und direkt um den Stand auf. Rund 50 Menschen protestierten spontan gegen die AfD und ließen nicht zu, dass die AfD ihre nationalistischen und rassistischen Positionen ungestört verbreiten konnten. Den Versuch den Infostand der AfD direkt zu blockieren, wurde von der Polizei unterbunden. Allerdings konnten sich die protestierenden Menschen in drei Meter Entfernung um den Stand positionieren.

 

Der Artikel wurde zur Verfügung gestellt von der Antifaschistischen Aktion Lüneburg/Uelzen.
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Im Dezember 2015 hatte die AfD bereits vergeblich versucht, eine Veranstaltung in der Uni durchzuführen. Wie das Ganze endete, könnt ihr in unserer Dokumentation auf Youtube sehen:

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Schluss mit dem Schulterzucken

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